Grundlagen Organizational Intelligence

Die Unternehmenssensorik als konstituierendes Element der Organizational Intelligence

Im letz­ten Bei­trag haben wir die Anfor­de­run­gen an die Ver­net­zung und Ver­knüp­fung indus­tri­el­ler Pro­zes­se beschrie­ben:

1. Echt­zeit­be­din­gung
2. Ver­net­zungs­be­din­gung
3. Nut­zen- und Wert­stei­ge­rung
4. Trans­pa­ren­te, ein­deu­tig inter­pre­tier­ba­re und voll­au­to­ma­ti­sche Ent­schei­dungs­fin­dung
5. Selbst­ler­nen­de Sys­te­me.

Im zwei­ten Teil unse­rer Serie wid­men wir uns der Fra­ge, wie wir die­se Eigen­schaf­ten nut­zen kön­nen, um ein Unter­neh­men mit sei­ner Umwelt zu ver­knüp­fen. Manch­mal scheint es fast, dass Ide­en doch zum Grei­fen nahe gewe­sen wären. Den­noch befin­det sich plötz­lich das eige­ne Unter­neh­men in Schief­la­ge, weil ein neu­er Mit­be­wer­ber mit Inno­va­tio­nen kommt, die Kun­den­wün­sche viel bes­ser abde­cken als eige­ne Lösun­gen. Dies gilt umso stär­ker, je näher die eige­nen Geschäfts­mo­del­le an Dienst­leis­tun­gen oder Kon­sum­gü­tern sind. Ein Tank mit Ammo­ni­ak dürf­te weni­ger sol­chen Über­le­gun­gen unter­lie­gen als ein Gerät, wel­ches ver­schie­de­ne Diens­te offe­riert, die sich digi­tal kon­fi­gu­rie­ren las­sen, wie ein Smart­pho­ne.

Neue Tools wer­den benö­tigt

Um Ent­wick­lun­gen in der Außen­welt, plötz­lich auf­tre­ten­de Ereig­nis­se oder die Ver­ket­tung von klei­ne­ren Ent­wick­lun­gen hin zu einer Ände­rung des Kun­den­ver­hal­tens früh­zei­tig zu erken­nen und für sich posi­tiv zu beein­flus­sen oder nega­ti­ve Effek­te zu mini­mie­ren, benö­ti­gen Unter­neh­men neue Tools. Die­se müs­sen in der Lage sein, die Außen­welt – sor­tiert nach Rele­vanz für das eige­ne Unter­neh­men — dar­zu­stel­len und Ereig­nis­se, die die Geschäfts­mo­del­le und Kern­pro­zes­se direkt betref­fen, zu erken­nen, zu fil­tern und Ent­schei­dun­gen teil- oder voll­au­to­ma­ti­siert vor­zu­be­rei­ten oder gar zu tref­fen. Im Ver­bund funk­tio­nie­ren die­se Tools als eine Art Unter­neh­mens­sen­so­rik.

Her­aus­for­de­rung Künst­li­che Intel­li­genz

Wäh­rend Samm­lung und Ana­ly­se von Ereig­nis­sen und Daten durch die Aus­wahl von pas­sen­den Exper­ten, Ent­wurfs­me­tho­den und Frame­work bewäl­tigt wer­den kön­nen, lie­gen die Her­aus­for­de­run­gen ins­be­son­de­re dar­in, dass ein­zel­ne Hin­wei­se in den Daten­strö­men für sich kei­ner­lei Bedeu­tung zu besit­zen schei­nen oder die Details in den Mus­tern unter­ge­hen und somit erst spät ent­deckt wer­den. Die Wahr­schein­lich­keit des Ver­sa­gens sinkt mit der Häu­fig­keit des Auf­tre­tens, doch dann könn­te es für die Pio­nier­leis­tung bereits zu spät sein.

Rei­bungs­lo­se Auto­ma­tis­men kön­nen erreicht wer­den

Es zeigt sich, dass für die Unter­neh­mens­sen­so­rik ähn­li­che Anfor­de­run­gen gel­ten wie für die Indus­trie im All­ge­mei­nen bei der Umstel­lung auf neue Ver­fah­ren, die durch digi­ta­le Werk­zeu­ge begüns­tigt sind. Durch sinn­vol­le Inte­gra­ti­on im Rah­men von Orga­ni­za­tio­nal Intel­li­gence kön­nen Syn­er­gi­en genutzt wer­den. So wird neben der Ent­schei­dungs­fin­dung auch deren Umset­zung deut­lich beschleu­nigt. Am Ende steht die Voll­endung der rei­bungs­lo­sen Auto­ma­tis­men, die schon seit Jahr­zehn­ten in der For­schung als Ziel skiz­ziert sind.

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