Umweltgerechtes Handeln am Beispiel der Immobilienwirtschaft
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ReportQuelle:
TFH Wildau (2009)URL:
http://www.so2lutions.deZusammenfassung:
Werte schaffen oder Werte vernichten? Shareholder Value und Economic Value Added sind die modernen Ansätze wertorientierter Unternehmensführung. Stellt man sich die Frage nach den Werttreibenden Steuerungsgrößen in einer Unternehmung, gelangt man schnell zu dem Schluss, dass die zunehmend steigenden Kosten für natürliche Ressourcen einer Wertsteigerung eher entgegenstehen. Die knapper werdenden Rohstoffe und deren Verteuerungsraten zwingen den modernen Unternehmer zum Umdenken.
Die Immobilienwirtschaft ist eine der Branchen, in denen europaweit der höchste Energieverbrauch verzeichnet wird. Die hieraus entstehenden und zunehmend steigenden Kosten veranlassen sowohl Manager als auch Eigentümer von Immobilien, nach Möglichkeiten zur nachhaltigen Bewirtschaftung ihrer Gebäude zu suchen. Die Herausforderung liegt in der Vereinigung von ökologischen Erfordernissen der Stakeholder mit den ökonomischen Ansprüchen der Shareholder.
Die Wege in eine nachhaltig ökologisch ausgerichtete Immobilie lassen sich in drei Kategorien unterteilen:
- Technische Lösungsansätze
- Institutionelle Lösungsansätze
- Mitarbeiterbezogene Lösungsansätze
Technische Lösungen wie Investitionen in regenerative Energien oder in „Green Buildings“ haben oft schon eine Sättigungsgrenze erreicht. Insbesondere finanzkräftige Unternehmen haben die möglichen Einsparungen häufig schon weitgehend ausgeschöpft. Institutionelle Lösungen wie die Implementierung eines Umweltmanagementsystems finden zunehmend Anklang in allen Wirtschaftsbranchen, sind aber auch mit erheblichen Kosten verbunden.
Worum es hier nun also geht ist die Förderung der mitarbeiterbezogenen Lösungen, die aufgrund des geringen notwendigen Kostenbudgets für große und kleine Unternehmen gleichermaßen geeignet sind. Es gilt, ein Umdenken im Verhalten aller Beteiligten zu erreichen und die Perspektive des traditionellen „homo oeconomicus“ in Zeiten, in denen Klimaschutz und CO2-Reduzierungen die Medien dominieren, adäquat zu verändern. Neben rein ökonomischen Gesichtspunkten sind auch Aspekte der ökologischen und sozialen Verantwortung verstärkt in die strategische Unternehmensführung zu übernehmen. Diese inhaltliche Entscheidung zugunsten einer modernen Nachhaltigkeitsökonomik erfordert zu ihrer Umsetzung in der Praxis den Einsatz geeigneter Methoden und Vorgehensweisen. Diese setzen dort an, wo allein technische
und institutionelle Lösungen nicht ausreichen. Sie ergänzen diese um eine nachhaltige verhaltensgesteuerte Komponente. Wir alle müssen lernen, dass nur Realökonomie und nicht Geldökonomie die Grundlagen unseres Wirtschaftens und Lebens zu bewahren vermag.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| 20090501_Umweltgerechtes Handeln am Beispiel Immobilienwirtschaft.pdf | 61.07 KB |
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