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Digital LCA-Ecosystem – Optimierung von Ökobilanzen
Organisation:
GFFT Innovationsförderung GmbH
Reifegrad:
In Planung Autor: Dr. Carl Hans, Institut BIBA, Universität Bremen.
Vor dem Hintergrund des Klimawandels, der Ressourcenverknappung und der damit einhergehenden Veränderung gesellschaftlicher, politischer und gesetzlicher Rahmenbedingungen ist nachhaltiges Wirtschaften von größter Bedeutung für das produzierende Gewerbe. Im heutigen Markt ist die Umweltverträglichkeit eines Produkts ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.
Ein Lifecycle Assessment (LCA), auch Ökobilanz genannt, beschreibt eine systematische Analyse der Umweltwirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg. Diese Analyse umfasst sämtliche Umweltwirkungen während seiner Produktion, seiner Nutzung und seiner Entsorgung. Sie beinhaltet auch die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse, z. B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen.
Die Qualität eines LCA hängt direkt von der Qualität der entlang des Produktlebenszyklus erfassten Informationen ab. In der Produktentstehungsphase ist die Informationsqualität sehr hoch, da der Hersteller entweder bereits über sie verfügt oder durch die enge Anbindung seiner Zulieferer leicht Zugriff auf sie erhält. Eine genaue Kenntnis der Umwelteinflüsse während der Nutzung und Entsorgung ist jedoch nur bedingt möglich – hier können oft nur statistische Daten erhoben werden; die Informationsqualität ist nicht optimal.
Um eine genauere Ökobilanzierung durchführen zu können, wird also ein Ansatz gebraucht, mit der in den Nutzungs- und Entsorgungsphasen Daten mit einer hohen Qualität und möglichst produktindividuell erhoben werden können. Die GFFT Innovationsförderung GmbH als ausführender Arm des GFFT e.V. plant derzeit die Entwicklung einer diesbezüglichen Lösung durch Wissenschaftler und geeignete Partner.
