In technologieorientierten Unternehmensgründungen steckt ein immenses Innovations- und Erneuerungspotenzial, das für eine moderne Volkswirtschaft unverzichtbar ist und das bereits kurzfristig zu erheblichen Beschäftigungseffekten führt. Verschiedene aktuelle Untersuchungen zeigen, dass eine erfolgreiche Unternehmensgründung im Durchschnitt bis zu vier neue Arbeitsplätze generiert. Vor diesem Hintergrund verfolgt die gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung des Forschungstransfers e.V. (GFFT e.V.) das Ziel, Forschungsinstitute so zu unterstützen, dass ihre Innovationen schnellen Eingang in die Wirtschaft erhalten.
Neues Startup-Programm
Mit dem neuen GFFT Startup-Programm, das vielversprechende Innovationen von der Forschung in die Wirtschaft begleitet, baut die GFFT ihr Unterstützungsportfolio weiter aus. Junge Technologieunternehmen sehen sich in der frühen Phase einer Vielzahl von Hürden und Problemen ausgesetzt, die nach wie vor zu Verzögerungen im Unternehmensaufbau oder sogar zum Scheitern des Gründungsprojekts führen. Rund 31 Prozent der Unternehmensinsolvenzen geschehen innerhalb der ersten vier Jahre. Das Institut für Arbeitsmarktund Berufsforschung schätzt den Akademikeranteil bei Existenzgründungen auf über 20 Prozent, ebenso verhält es sich bei den Pleiten. Der Arbeitskreis "Gründungen und Wirtschaftspolitik" des „Förderkreis Gründungsforschung“ identifizierte im Februar 2009 fehlendes Kapital als ein wesentliches Hemmnis: „Nationale wie internationale Evidenz zeigt, dass Einschränkungen beim Zugang zu passenden Finanzierungskanälen ein bedeutendes Gründungshemmnis darstellen. …Innovative und technologieintensive Gründungen sind von Finanzierungsengpässen in besonderem Maße betroffen, da die Risikoeinschätzung hier relativ schwierig ist. Angesichts des hohen Kapitalbedarfs solcher Gründungen und deren Bedeutung für die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Volkswirtschaft, sind diese Gründungen durch Bereitstellung passgenauer Finanzierungsformen in Form von Eigen-, Mezzanine- und Fremdkapital zu fördern. Risikokapital in Früh- und in Wachstumsphasen spielt dabei eine herausgehobene Rolle.“ Nach wie vor ist hier also dringender Handlungsbedarf angezeigt.
Zugang zu Kunden und Kapital
Die GFFT nimmt sich mit ihrem Startup-Programm dieser Problematik an. Um Gründern einen besseren Zugang zu Kapital zu verschaffen, steht sie in Kontakt zu einer Reihe privater und institutioneller Investoren, die konkretes Interesse an Investments in junge Technologieunternehmen haben. Das Auflegen eines eigenen Venture-Capital-Fonds für Investments in junge Technologieunternehmen ist der nächste logische Schritt. Daneben bietet die GFFT dank ihres großen Mitgliedernetzwerkes Kontakte zu interessierten Innovationsmanagern der Wirtschaft. Manchem jungen Unternehmer wird auf diese Weise die Tür zu einem Großkunden aus dem GFFT-Netzwerk geöffnet, wodurch sich eine attraktive und lohnende Geschäftsbeziehung ergeben kann.
Interessierte Gründer aus Universitäten, Fachhochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen, die eine Technologie aus den Bereichen Informatik, Wirtschaftswissenschaften, Ingenieurwissenschaften und angrenzenden Gebieten wirtschaftlich verwerten möchten, werden gebeten, ihren Business Plan an die GFFT e.V., z.H. Herrn Dr. Gerd Große, Niddastraße 6, 61118 Bad Vilbel, oder per E-Mail an startup@gfft-ev.de zu senden.
Ebenso sind an der Frühphase interessierte Investoren eingeladen, dem Investitionsnetzwerk der GFFT e.V. beizutreten und jungen Gründern in ihren unternehmerischen Anfängen zu helfen. Nähere Informationen hierzu erhalten Sie über die gleiche Adresse..
Die Gesellschaft zur Förderung des Forschungstransfers e.V. (GFFT) ist ein gemeinnütziger Verein, der das Ziel verfolgt, den Austausch zwischen Forschung und Lehre an den deutschen Hochschulen und den ansässigen Unternehmen zu fördern.
Der thematische Schwerpunkt der GFFT liegt dabei auf dem Einsatz von Methoden aus der Informatik, des Operations-Research, der Logistik und der Betriebswirtschaft zur Verbesserung der Entwicklungs- und Arbeitsprozesse sowohl bei mittelständischen als auch bei großen Unternehmen.
Insbesondere die Einsicht, dass die Unternehmen von den Universitäten vor allem dann kluge Unterstützung erhalten können, wenn die Forschung frühzeitig mit den Herausforderungen der Unternehmen vertraut gemacht und in Projekte eingebunden wird, ist Triebfeder der Vereinsmitglieder.
Durch regelmäßig stattfindende Transferboards und Workshops, in denen die Unternehmensentscheider fachkundig über zukünftige Entwicklun¬gen und passende Vorentwicklungen unterrichtet werden, wird ein intensiver Dialog zwischen Forschern und Unternehmen initiiert. Flankiert werden diese direkten Maßnahmen durch das sich entwickelnde hochwertige GFFT Forschungsportal (www.gfft-portal.de).
Die Mitgliederschaft der GFFT besteht zur Hälfte aus profilierten Professoren und hervorragenden Forschungsinstituten aus dem Fraunhoferverbund oder dem Bremer Institut für Produktion und Logistik GmbH (BIBA). Zur anderen Hälfte umfasst die GFFT hoch positionierte Verantwortliche von vielen mittleren und großen Unternehmen wie bspw. Altana, Braun Melsungen, Fujitsu Siemens, Lufthansa, SAP, Schenker, Thyssenkrupp oder ZF.
| Anhang | Größe |
|---|---|
| Presseinformation GFFT Startup-Programm_2009-11-11.pdf | 87.04 KB |